Donnerstag, 26.10.2017 / Gesellschaftshaus Magdeburg

Hören und Klang – ein Workshop zur auditiven Wahrnehmung

SinusTon - 8. Magdeburger Tage der elektroakustischen Musik

Weiterbildungstag für Musiklehrkräfte

Ludger Hennig | Dozent

Foto: Josephine Prkno
Die Weiterbildung wendet sich an Musiklehrkräfte des Landes Sachsen-Anhalt. Die Teilnehmer können die Workshoparbeit mit Schülern einer 12. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums/Magdeburg intensiv begleiten und sich interessante und innovative Anstöße für ihren eigenen Musikunterricht holen.
Vor 30.000 Jahren hatte das Hören für unsere Spezies einen überlebenswichtigen Stellenwert im Alltagsleben. In der neuzeitlichen Vergangenheit jedoch hat die visuelle Wahrnehmung sich an diese Stelle gesetzt und das alltägliche Hören im Laufe der letzten paar Tausend Jahre zu einem heutzutage oft unbewussten Vorgang verdrängt. Der Workshop beleuchtet die Hintergrund Aspekte des Hörens und zeigt auf welche Geheimnisse sich zwischen dem Hören von Musik, Klang, Raum, Material, Architektur und Welt verbergen.
Im ersten Teil des Workshops werden theoretische Kenntnisse zum Schall, zur Akustik, zur Klanglandschaft und Musik an Hand praktischer Übungen und Klangbeispielen vermittelt.
Im zweiten Teil des Workshops finden spezielle Hörführungen (u.a. durch den Klosterbergergarten) statt, die Ludger Hennig seit 2010 für diverse Workshops und universitäre Veranstaltungen entwickelt hat. Des Weiteren werden mit speziellen Mikrofonen Pflanzen und andere Gegenstände auf ihre klanglichen Eigenschaften untersucht und als Orte aufgezeigt wo die Klänge wohnen.

Außerdem wird eine Miniaturklanginstallation von Ludger Hennig in den Gruson- Gewächshäusern zu erleben sein.

Ludger Hennigs klangkünstlerische Arbeit begann Anfang der 90er Jahre mit ersten Experimenten an klingenden Materialien mit sehr langen Stahlsaiten, Glasplatten und später mit der Herstellung von klingenden Stahlskulpturen und Objekten. 1997/98 arbeitete er an beweglichen Klangobjekten für die Komposition OP! von Hans Joachim Hespos (Ensemble 13, ZKM). Seit 2001 liegt der Schwerpunkt seiner installativen Werke in der Manipulation räumlicher GrössenDimensionen mit klingenden Stahl Objekten und vibrierender Bausubstanz.
Seit 2005 erweiterte er sein künstlerisches Arbeitsfeld auf die improvisierte Musik und Live Elektronik und arbeitete in diesem Rahmen in unterschiedlichen Projekten zusammen.
Seit 2000 ist Ludger Hennig Bereich Kunst- und Medientechnik und Medien Kunst Restauration für diverse Künstler und Ausstellungsprojekte tätig. Seit 2007 arbeitet er u.a. für den amerikanischen Videokünstler Bill Viola.

www.ludgerhennig.com

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Gesellschaftshaus Magdeburg, im Rahmen von SinusTon 2017 - 8. Magdeburger Tage der elektroakustischen Musik.

 

Zurück